Seit 2004 letztes Update 01012026
Lampenschirm
Als Steve Jobs 1998 begann, seine Hardware mit dem Buchstaben „i“ zu personalisieren – iMac, iBook und später iPod, iPhone und iPad –, war klar: Apple schlug ein neues Kapitel auf. Der erste farbige iMac liess niemanden kalt. Er war attraktiv, farbenfroh und vergleichsweise erschwinglich, ein Computer, der nicht länger versteckt werden musste, sondern im Raum auffallen konnte.
Meine Kinder hatten iMacs in verschiedenen Farben. Diese Geräte laufen noch heute und zeigen keinerlei Schwächen. Ein Design für die Ewigkeit – robust, langlebig und zeitlos. Apple bewies eindrucksvoll, dass gutes Design nicht kurzlebig sein muss.
Doch 2002 legte Apple die Messlatte noch höher. Der iMac G4 ist für mich nach wie vor der Höhepunkt des Apple-Designs. Der legendäre „Lampenschirm“ mit seinem schwebenden 15-, 17- oder 20-Zoll-Aktivmatrix-Display war nicht nur technisch beeindruckend, sondern auch ästhetisch einzigartig. Kein anderer Desktop-Mac wurde davor oder danach so konsequent designt.
Diese Geräte laufen alle noch heute. Keine Herstellungsfehler, keine Designmängel. Daher gibt es mittlerweile zahlreiche Umbauprojekte, bei denen der iMac G4 mit moderner Technologie kombiniert wird. Ich selbst besitze zwei 20-Zoll-iMac G4, einer davon mit einem modernen Prozessor der M-Serie.
Mein zweiter iMac G4 mit originaler G4-Hardware ist sogar täglich im Einsatz, unter anderem mit einem alten iTunes, das in seiner Logik für mich zugänglchr ist als music. Der 20-Zoll-iMac G4 ist einer der wertvollsten Macs meiner Sammlung.
Und tatsächlich: Ein 20-Zoll-iMac G4 ist praktisch unbezahlbar – nicht wegen des Preises, sondern wegen seiner Verfügbarkeit. In den letzten 15 Jahren habe ich in der Schweiz genau zwei zum Verkauf gesehen. Ich habe beide gekauft.