Seit 2004 letztes Update 01012026
Intel inside
Der Wechsel zu Intel-Prozessoren brachte für viele zunächst vor allem eines: Stress mit der Software. Alte Programme liefen nicht mehr, Treiber fehlten, und nicht alles war sofort kompatibel.
Rückblickend war Apples Entscheidung jedoch richtig – die Leistungssteigerung war enorm. Es war ein Speed-Update, das sich ähnlich drastisch anfühlte wie viele Jahre später der Wechsel von Intel zu Apple Silicon (M1).
Ab 2006 hiessen die mobilen Macs nicht mehr PowerBook, sondern MacBook. Anfangs wurden sie vor allem in 15"- und 17"-Varianten angeboten. Neu waren die Glossy-Displays, die zunächst beeindruckend wirkten, im Alltag jedoch problematisch waren: Sie spiegelten stark und lenkten beim Arbeiten mehr ab, als sie nützten.
Die MacBook-Pro-Reihe entwickelte sich in den folgenden Jahren weiter. Es kamen Modelle mit 11", 12", 13" und später auch 16" Displays hinzu. Über all diese Generationen hinweg lief die Plattform mit Intel-Prozessoren – bis sie 2020 endgültig durch die M-Serie ersetzt wurde.
Mit zunehmender Laufzeit zeigte sich jedoch die Kehrseite der Intel-Ära. Die immer stärkere Hochtaktung der betagten Prozessorarchitektur führte zu Hitzeproblemen, kaum noch messbaren Leistungsgewinnen und einer spürbaren Stagnation bei den letzten Modellen. Dazu kamen fehlgeschlagene Designentscheidungen: unzuverlässige Tastaturen und die Touch Bar, die zwar modern wirkte, aber in der Praxis kaum benutzerfreundlich war.
Rückblickend war das MacBook Pro von 2015 für mich das letzte wirklich gute Intel-MacBook Pro. Erst mit der Rückkehr zu Apples eigenen Prozessoren wurde die Qualität wieder auf ein Niveau gebracht, das dem Anspruch gerecht wurde.
Ein eigenes Kapitel sind die Grafikprobleme der MacBook-Pro-Modelle aus den Jahren 2010 bis 2013. Diese liessen sich – mit etwas Aufwand – durch Hardware- und Software-Patches umgehen. Ich konnte so viele dieser Geräte retten und weiter betreiben. Heute frage ich mich manchmal, ob ich mir diese Reparaturen noch einmal antun würde – sie waren machbar, aber alles andere als trivial.